5.1.2.1 Interaktion

Definition

Interaktion (interaction) / Wechselwirkung:  
„[B]ezeichnet i. a. das Zusammenspiel von zwei (oder mehr) Merkmalen, Größen, Variablen, Konstrukten, Personen oder Verhaltensweisen“

(Spektrum 2020)

Interaktion erfolgt (gleichzeitig)

  • mit jedem:r einzelnen Schüler:in
  • mit einer (sich verändernden) Gruppe von Schüler:innen (Peer-Group, Clique, Arbeitsgruppe, geschlechtsspezifische Gruppen etc.)
  • mit der Klasse
  • der:die Schüler:in und Gruppen untereinander
Vereinfachtes Interaktionsgeflecht in einer Klasse.
Quelle: Eigene Darstellung.

[Die Lehrkraft ist Teil des Systems und ist daher nicht unabhängig. Sie beeinflusst das System und damit den Prozess maßgeblich.]

Querverweis
Straka & Macke (2002): Lern-Lehr-Theoretische Didaktik, S. 200

Themenzentrierte Interaktion (TZI)

Das Konzept der TZI erinnert stark an das Didaktische Dreieck. Im Grunde ist es ein Modell zur Interaktion in einem formellen Rahmen (siehe Cohn 1975). Bei der Gestaltung von Lernräumen inklusiv der darin stattfindenden Interaktionen sowie beim Bewusstwerden von gruppendynamischen Prozessen kann es hilfreich sein.   

Ähnlichkeit mit den arbeitsprozessorientierten Lehrkonzepten der beruflichen Bildung weist das Konzept der Zukunftswerkstatt auf. Die fünf Phasen: Vorbereitung, Kritik, Phantasie, Verwirklichung sowie Nachbereitung lassen sich, zumindest in Bezug auf die rational-analytischen Aspekte, auf den Kreis der vollständigen Handlung transformieren. Jedoch liegt der Fokus bei diesem Modell auf der Individual- und Gruppenentwicklung v.a. in Bezug auf die affektive Dimension.